Leben in Australien
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Leben in Australien

Viele Jugendliche kommen Jahr für Jahr nach Australien, um sich hier weiterzubilden oder für ein paar Monate zu jobben. Australien ist der sechstgrößte Staat der Erde. Auf seiner Fläche von 7.692.030 km2 leben jedoch nur knapp 22 Millionen Menschen, das heißt die Bevölkerungsdichte beträgt nur 2,7 Einwohner pro Quadratkilometer.

Die meisten Australier leben in den Metropolen an der Küste. In Sydney, Melbourne, Brisbane, Darwin, Perth und Adelaide gibt es ein großes Angebot an Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen. Internationale Studenten aus aller Welt kommen nach Australien, um hier zu studieren, da das Bildungsniveau hoch ist und es eine große Auswahl an Studienrichtungen und Sprachkursen gibt.

Die ländlichen Regionen sind bei den Backpackern beliebter. In den kleinen Dörfern außerhalb der großen Städte herrscht eine hohe Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften, da die jungen Einwohner in diesen Regionen meist schon das Weite gesucht haben. Die Neuankömmlinge werden meistens herzlich in den Dörfern aufgenommen und erhalten oft zusätzlich zu ihrer Arbeit einen günstigen bis kostenlosen Schlafplatz.

 
 

Das Leben in Australien hängt also stark davon ab, in welchem Teil des Landes man sich gerade befindet. In den Städten geht es meist hektischer zu. Morgens müssen Studenten und Gelegenheitsjobber früh aufstehen, um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von einem der Vororte in die City zu pendeln. Dafür ist in den Metropolen ständig etwas los. Es finden zahlreiche Events statt und es herrscht kein Mangel an Clubs und anderen Freizeitanrichtungen.

Auf dem Land geht es etwas ruhiger und beschaulicher zu. Die Leute kennen keinen Stress und lassen sich bei der Arbeit Zeit. Auf den Highways fährt selten jemand über 100 km/h, ländliche Australier haben keinen Grund zu rasen. Bei aller Stille und Gemütlichkeit kann es für Reisende, die den Trubel gewohnt sind, schon einmal langweilig werden. Das örtliche Pub ist meist der einzige Treffpunkt in der Gegend.

Unterkünfte in den Städten sind meist sehr teuer und es ist schwierig eine zentrale, halbwegs preiswerte Wohnung zu finden. Die meisten jungen Studierenden schließen sich zu einer Gruppe zusammen und teilen sich eine Unterkunft. Dabei haben die meisten nicht einmal einen eigenen Schlafraum zur Verfügung. Besonders in den teureren Vororten Sydneys gibt es viele, die nach Mitbewohnern („roommates oder „flatmates“) Ausschau halten.

In den Metropolen gibt es dafür öffentliche Verkehrsmittel, womit man leicht und schnell von einem Ort zum anderen gelangt. Backpacker, die vorhaben länger auf dem Land zu verweilen, sollten sich nach einem eigenen Gefährt umschauen. Am günstigsten bekommen Interessierte einen Wagen von einem anderen Traveller, der kurz vor der Heimreise steht. Am besten eignen sich Kombis und Transporter, da darin genügend Platz zum Schlafen vorhanden ist.

 
 

Wem das Geld für ein eigenes Auto fehlt, kann auf den nationalen Greyhound Bus ausweichen, der in allen beliebten Touristenorten hält. Die Busfahrt ist zwar günstiger, da sich Reisende den Sprit und zusätzliche Kosten wie z.B. Versicherung ersparen, dafür müssen sie ständig eine Unterkunft suchen und bezahlen. In den meisten Orten gibt es ein günstiges Hotel, Motel oder Hostel, das Backpacker für zirka 20 bis 25 Dollar pro Nacht aufnimmt.

Auf Dauer empfiehlt es sich in Australien selbst zu kochen, da Lokalbesuche viel Geld verschlingen. Das große Angebot an internationaler Küche verführt Reisende besonders in den Städten zum Außerhausverzehr. Lebensmittel zu besonders günstigen Preisen gibt es bei „Aldi“. Über eine größere Produktpalette verfügen die Supermärkte „Coles“ und „Woolworths“. Zusätzlich sparen können jene, die Kosten für Grundnahrungsmittel mit den Mitbewohnern teilen und gemeinsam kochen.

Australien bietet viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Auch in den Städten gibt es viele Aktivitäten, die den Betroffenen nichts oder kaum etwas kosten. Surfen gehört zu den günstigsten Sportarten, denn gebrauchte Boards gibt es an jeder Ecke zu kaufen und eine Surfstunde reicht meist aus, um die Grundbasics dieses Sports zu erlernen. Inwieweit sich das Können anschließend verbessert, hängt vom nur Ehrgeiz der jungen Sportler ab.

An den Stränden in Australien gibt es außerdem kostenlose Salzwasserpools, die zum ausgedehnten Schwimmen einladen und zahlreiche kostenfreie Barbecueplätze, wo sich abends Freunde zu einem gemeinsamen Abendessen treffen können. Wenn es weniger heiß ist, können Besucher Australiens einen umliegenden Nationalpark erkunden oder selbstständig eine Wanderung durch den Busch unternehmen. Campen ist besonders beliebt bei den Australiern, da es viele hervorragende Plätze zum Übernachten in der freien Natur gibt.

 

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